Fachbegriffe aus Unternehmens­beratung, M&A und Restrukturierung einfach erklärt

Die wichtigsten Begriffe der Unternehmens­beratung – verständlich definiert

Beratungsprojekte bringen ihre eigene Sprache mit: von EBITDA über Due Diligence bis StaRUG. In unserem Consulting-Glossar erklären wir die zentralen Fachbegriffe, Methoden und gesetzlichen Grundlagen aus Management Consulting, M&A, Restrukturierung und ESG – kompakt, präzise und ohne unnötiges Fachchinesisch.

Ob Geschäftsführer, Gesellschafter oder Fach- und Führungskraft: Hier finden Sie schnelle, fundierte Antworten auf die häufigsten „Was bedeutet …?“-Fragen rund um Strategie, Finanzen und Transaktionen. So schaffen Sie eine gemeinsame Gesprächsgrundlage für jedes Beratungsprojekt – und treffen unternehmerische Entscheidungen auf einer klaren Wissensbasis.

Die Begriffe sind alphabetisch sortiert. Nutzen Sie die Übersicht als Nachschlagewerk – und sprechen Sie uns an, wenn Sie zu einem Thema eine persönliche Einschätzung von den Expertinnen und Experten der awi wünschen.

A

Ansoff-Matrix
Die Ansoff-Matrix (Produkt-Markt-Matrix) zeigt vier Wachstumsstrategien – Marktdurchdringung, Marktentwicklung, Produktentwicklung und Diversifikation – mit steigendem Risiko vom Bekannten zum Neuen.

B

Balanced Scorecard
Die Balanced Scorecard (BSC) ist ein Managementsystem, das die Strategie eines Unternehmens in konkrete, messbare Ziele übersetzt.
BCG-Matrix
Die BCG-Matrix ordnet Produkte oder Geschäftsfelder nach Marktwachstum und relativem Marktanteil in vier Kategorien – Stars, Cash Cows, Question Marks und Poor Dogs – mit jeweils eigenen Normstrategien.
Benchmarking
Benchmarking ist der systematische Vergleich von Prozessen, Kennzahlen oder Leistungen mit einem Referenzwert wie dem Branchenbesten, um Leistungslücken aufzudecken und von Best Practices zu lernen.
Business Model Canvas
Das Business Model Canvas ist ein visuelles Werkzeug, das ein Geschäftsmodell anhand von neun Bausteinen auf einer Seite darstellt – von Kundensegment und Wertangebot bis zur Kosten- und Erlösstruktur.
Business Process Reengineering
Business Process Reengineering ist das grundlegende Überdenken und die radikale Neugestaltung von Geschäftsprozessen – mit dem Ziel sprunghafter Verbesserungen bei Kosten, Qualität, Service und Zeit.

C

Cashflow
Der Cashflow misst die tatsächlichen Zahlungsmittelbewegungen eines Unternehmens in einer Periode und zeigt dessen Innenfinanzierungskraft und Liquidität – kaum durch Bilanzierungsspielräume beeinflussbar.

E

Earn-Out
Ein Earn-Out ist ein erfolgsabhängiger Kaufpreisbestandteil beim Unternehmenskauf, bei dem ein Teil des Kaufpreises nachträglich gezahlt wird, sofern das Zielunternehmen nach der Übernahme definierte Ziele erreicht.
EBITDA
EBITDA ist der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen und zeigt die operative Ertragskraft eines Unternehmens – unabhängig von Kapitalstruktur und Bilanzierungspolitik.

G

Gap-Analyse
Die Gap-Analyse gleicht Ist- und Soll-Zustand ab und macht die Lücke zwischen aktueller Situation und Ziel sichtbar – als Grundlage, um konkrete Maßnahmen zu ihrer Schließung abzuleiten.
Goodwill
Der Goodwill (Geschäfts- oder Firmenwert) ist der Betrag, den ein Käufer beim Unternehmenskauf über den Substanzwert hinaus zahlt – er bildet immaterielle Werte wie Marke, Kundenstamm und Know-how ab.

K

KPI
Ein KPI (Key Performance Indicator) ist eine zentrale Leistungskennzahl, die den Grad der Zielerreichung in einem definierten Bereich messbar macht und so den Unternehmenserfolg steuerbar.

L

Lean Management
Lean Management – kurz erklärt Lean Management ist ein Führungs- und Organisationsansatz, der darauf zielt, den Kundennutzen zu maximieren und...
Letter of Intent (LoI)
Ein Letter of Intent (LoI) ist eine Absichtserklärung, die die wesentlichen Eckpunkte einer geplanten Transaktion festhält, bevor der endgültige Vertrag verhandelt wird – in der Regel nicht bindend, einzelne Klauseln jedoch schon.

M

McKinsey 7-S-Modell
Das McKinsey 7-S-Modell beschreibt ein Unternehmen anhand von sieben verbundenen Elementen – Strategy, Structure, Systems, Skills, Staff, Style und Shared Values – deren Stimmigkeit über die Leistungsfähigkeit entscheidet.

O

OKR
OKR (Objectives and Key Results) ist ein agiles Zielmanagement-Framework, das ein ambitioniertes Ziel mit wenigen messbaren Schlüsselergebnissen verknüpft und so Fokus und Ausrichtung schafft.

P

PDCA-Zyklus
Der PDCA-Zyklus (Demingkreis) ist ein vierstufiges Vorgehensmodell der kontinuierlichen Verbesserung – Plan, Do, Check, Act – das als wiederkehrender Kreislauf Prozesse Schritt für Schritt verbessert.
PESTEL-Analyse
Die PESTEL-Analyse untersucht das externe Makroumfeld eines Unternehmens anhand von sechs Faktoren – politisch, ökonomisch, sozial, technologisch, ökologisch und rechtlich.
Porters Five Forces
Porters Five Forces analysiert die Wettbewerbsintensität und Attraktivität einer Branche anhand von fünf Kräften – Rivalität, neue Anbieter, Lieferanten- und Abnehmermacht sowie Ersatzprodukte.

R

ROI
Der ROI (Return on Investment) ist eine Rentabilitätskennzahl, die den Gewinn ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital setzt und zeigt, wie wirtschaftlich eine Investition oder ein Unternehmen arbeitet.

S

Share Deal vs. Asset Deal
Share Deal und Asset Deal sind die beiden Grundformen des Unternehmenskaufs: Beim Share Deal werden Gesellschaftsanteile erworben, beim Asset Deal einzelne Wirtschaftsgüter – mit unterschiedlichen Steuer- und Haftungsfolgen.
Six Sigma
Six Sigma ist eine datenbasierte Methode des Qualitätsmanagements, die Fehler und Streuung in Prozessen systematisch reduziert und dem fünfstufigen DMAIC-Zyklus folgt.
StaRUG
Das StaRUG ermöglicht seit 2021 eine Restrukturierung außerhalb der Insolvenz über einen Restrukturierungsplan und verpflichtet die Geschäftsleitung zugleich zur Krisenfrüherkennung.
SWOT-Analyse
Die SWOT-Analyse stellt interne Stärken und Schwächen den externen Chancen und Risiken gegenüber und schafft so die Grundlage, um strategische Handlungsoptionen abzuleiten.

W

Wertschöpfungskette
Die Wertschöpfungskette nach Porter stellt alle wertschöpfenden Aktivitäten eines Unternehmens dar und unterscheidet Primär- und Unterstützungsaktivitäten, um Wettbewerbsvorteile zu erkennen.
Working Capital
Das Working Capital (Nettoumlaufvermögen) ist die Differenz zwischen Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten und misst die im operativen Geschäft gebundene Liquidität und Kapitalbindung.